Zurück in den Anden, Ecuador

Km 14 154

Wir verlassen die Ebene und eine Wand, die unüberwindbar scheint, ragt vor uns auf. Über einen sehr steilen Anstieg (durchschnittlich 10 %, manchmal viel mehr) erreichen wir wieder um die 4200 m Höhe. Wir brauchen 2 ganze Tage, um dorthin zu gelangen. Wir sind völlig erschöpft, als wir im Nationalpark Cajas ankommen, der oben auf der Bergkette liegt. Im Restaurant des Nationalparks essen wir Salchipapas (Würstchen mit Pommes), um unsere Moral und Motivation für einen Spaziergang im Park zu stärken. Unsere Beine tragen uns nicht sehr weit, aber wir schaffen es, die schöne Laguna Toreadora zu umrunden. Wir gönnen uns auch einen kleinen Nachtisch (ein bisschen Zucker schadet nie nach so viel Anstrengung 😉 ), dann fahren wir hinunter nach Cuenca. Hier nehmen wir uns einen Tag Zeit, um uns auszuruhen, das hübsche koloniale Zentrum zu besichtigen und uns impfen zu lassen (damit ist das Thema erledigt und so können wir die Galapagos-Inseln besuchen, und vielleicht erleichtert das die künftigen Grenzübertritte!)

Nach Cuenca geht es wieder bergauf und trotz des Ruhetages tun uns schon beim Gedanken daran die Beine weh. Aber mit Geduld und Ausdauer erreichen wir Ingapirca. Am nächsten Morgen besuchen wir die gleichnamige archäologische Ausgrabunsstätte, die wichtigste in Ecuador. Sie wurde vom Volk der Cañari erbaut und später von den Inkas übernommen. Trotz der vielen archäologischen Stätten, die wir schon gesehen haben, gibt es immer wieder neue kleine Details und die Besuche bleiben interessant.

Dann folgen uns leider der Regen und der Nebel, und wir können die Landschaft um die kurvenreiche Straße, der wir folgen, nicht sehen. Wir fahren mehrmals hinunter und hinauf, und manchmal gibt es sogar ein paar Sonnenstrahlen. In einem dieser Schönwetterfenster haben wir einen schönen Blick auf den schneebedeckten Gipfel des Chimborazo, des höchsten Berges Ecuadors. Es ist ein Glück ihn zu sehen, denn an den folgenden Tagen, als wir ganz nah daran vorbeikommen, ist der Gipfel in den Wolken versteckt. Wir hoffen, dass wir mit dem Cotopaxi, einem anderen schönen Vulkan weiter nördlich, mehr Glück haben werden. Aber zuerst machen wir einen kleinen Abstecher Richtung Amazonas!

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